Die Wichtigsten Themen im Überblick
Einstieg
Nur noch eine Woche bis zur Wahl. Es ist gut möglich, dass wir am 27.09. noch einmal zur Stichwahl der Bürgermeisterkandidaten aufgerufen sind. Ich weiß, viele Menschen sind vom Thema Wahlen inzwischen müde, manche enttäuscht, andere halten bewusst Abstand. Einige haben ihre Entscheidung längst getroffen, andere haben noch offene Fragen. Vielleicht lagen auch Wahlflyer im Briefkasten, obwohl dort „Keine Werbung“ oder ein ähnlicher Hinweis stand. Falls ein Flyer von mir dennoch bei Ihnen oder euch gelandet ist, bitte ich dafür ausdrücklich um Entschuldigung.
Mir ist wichtig, den Blick jetzt auf das zu richten, worum es nach der Wahl gehen muss, auf konkrete Arbeit für Schortens. Dazu gehören starke Grundschulen, gut ausgestattete Feuerwehren mit verlässlicher Infrastruktur, sichtbare Fortschritte im Straßen- und Wegebau sowie eine Verwaltung, deren Dienstleistungen klar, verständlich und verlässlich bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.
Schortens soll seine Rolle als Biosphärenstadt überzeugend ausfüllen und zugleich seine Bedeutung als Garnisonsstadt verantwortungsvoll weiterentwickeln. Dazu gehört, die Ortsvereine in ihrer eigenen Identität zu stärken und dennoch das Miteinander in der gesamten Stadt im Blick zu behalten.
Auch der Badesee Schortens muss mit Blick auf 2027 verlässlich und besser funktionieren. Bei der Straßen- und Wegebeleuchtung sollten moderne, präsenzgesteuerte Anlagen dort geprüft werden, wo sie sinnvoll sind etwa auf Verbindungen wie Ginsterweg Richtung Schoost (schon realisiert) oder Bungerei Richtung Pingelei (ggf. erforderlich).
Ebenso sollten erfolgreiche Formate wie „Parkgeflüster“ gepflegt und weiterentwickelt werden. Das Open-Air-Kino im Park Hohe Gast und das Familienfest im Klosterpark haben gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungsorte für unsere Stadt sind. Hinzu kommen Alltagsthemen wie Strom, Wärme und Klimaanpassung, bei denen gute Öffentlichkeitsarbeit und verständliche Informationen für die Privathaushalte wichtig sind.
Ein besseres Miteinander bedeutet für mich auch, unbequeme Themen offen anzusprechen. Dazu zählt u.a. die Abstimmung mit dem Bundesministerium der Verteidigung zur Reaktivierung des Fliegerhorsts Upjever ebenso wie ganz praktische Fragen vor Ort: Hecken, die in Wege oder Straßen hineinragen, ein verlässlicher Winterdienst, auch vor der eigenen Haustür und gute Rahmenbedingungen für Gewerbe, das sich in Schortens ansiedeln möchte.
Gerade in Zeiten schwieriger Vorgaben von Bund und Land braucht es vor Ort jemanden, der zuhört, anpackt und Lösungen möglich macht!
Für genau diese Themen stehe ich. Ich bin überzeugt, als parteiunabhängiger Bürgermeister kann ich Schortens sachlich, verlässlich und mit klarem Blick nach vorn vertreten.
Bis zum 13.09. bleibt der Endspurt intensiv. Ich habe weiterhin jeden Abend Termine und teilweise auch am Nachmittag.
Mir geht es um Schortens um die Menschen, die Vereine, die Familien und um eine Stadt, die gemeinsam vorankommt.
Mein 100 Tage Plan für Schortens
Ein 100-Tage-Programm dient dazu, ab Tag 1 klare Prioritäten zu setzen, ohne den laufenden Betrieb aus den Augen zu verlieren. Mein Fokus für die ersten 100 Tage gliedert sich in drei Kernbereiche:
1. Priorisierung und Kapazitätsausrichtung der Kernprojekte: Die verlässliche und zügige Umsetzung unserer wichtigsten Infrastrukturprojekte hat oberste Priorität. Ich werde die internen Ressourcen und Arbeitsabläufe gezielt so ausrichten, dass wir bei Schlüsselthemen wie dem Bürgerhaus, dem Wohnungsbau, den Grundschulen, den Feuerwehren sowie dem Straßen- und Wegebau spürbar Tempo aufnehmen und die Abwicklung nachhaltig stärken.
2. Neue Kultur der Zusammenarbeit und des Dialogs: – Verwaltung & Politik: Etablierung klarer Spielregeln und transparenter Abstimmungsprozesse zwischen Bürgermeister, Verwaltung und den politischen Gremien für schnellere Entscheidungen.
– Vereine & Ehrenamt: Start einer regelmäßigen Austauschreihe mit unseren Sport- und Kulturvereinen. Bereits ab Ende November werde ich das direkte Gespräch suchen, um Anliegen frühzeitig in die Jahresplanung einzubinden.
3. Vorausschauende Planung für Ereignisse und Zukunftsthemen: Große Meilensteine wie die 850-Jahr-Feier in Sillenstede (2027) erfordern Vorlauf. Hier setzen wir bereits in den ersten Wochen die organisatorischen Weichen, um unser Ehrenamt optimal zu unterstützen.
Ein 100-Tage-Plan setzt den Startimpuls für eine verlässliche, transparente und handlungsstarke Stadtverwaltung.
Und: Der Winter steht vor der Tür. Auch das gehört zu den ersten 100 Tagen. Ich würde mir ein eigenes Lagebild verschaffen und gemeinsam mit Baubetriebshof und Verwaltung dafür sorgen, dass wir gut vorbereitet hineingehen.
Warum Verwaltungserfahrung für das Bürgermeisteramt heute unverzichtbar ist
Ich finde, gerade in dieser Zeit ist es für Schortens besonders wichtig, dass der Bürgermeister parteiunabhängig ist und auch in den nächsten acht Jahren parteiunabhängig bleibt.
Vor etwa 20 Jahren wäre das vielleicht noch nicht so entscheidend gewesen. Damals war das Amt anders aufgeteilt. Es gab den Bürgermeister für Repräsentation, Bürgernähe und die Verbindung zu Vereinen und Ehrenamt und es gab den Gemeindedirektor, der sich um die eigentliche Verwaltungsarbeit gekümmert hat. Dieses System hatte durchaus Vorteile. Ich persönlich finde nach wie vor: Das wäre eigentlich gut gewesen, es so zu behalten. Aber heute ist es eben anders.
Heute hat der hauptamtliche Bürgermeister (HVB) den ganz überwiegenden Teil der Aufgaben des früheren Gemeindedirektors übernommen und nur einen kleineren Teil der früheren repräsentativen Aufgaben des damaligen Bürgermeisters.
Wenn man sich das mal vor Augen führt, geht es heute um solche Kernaufgaben wie: die Leitung der Verwaltung, Personalverantwortung, Finanzen und Haushalt, die Umsetzung von Beschlüssen, die Vorbereitung wichtiger Entscheidungen, die Entwicklung der Stadt, die Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung, Krisenmanagement, die Ansprechbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger – und eben auch Repräsentation.
Und genau das ist der Punkt: Repräsentation ist wichtig aber eben nur ein Teil von vielen. Der unbestritten sehr wichtig ist, aber an 10. Stelle als Kernaufgabe steht.
Bei uns in Schortens unterstützen die stellvertretenden Bürgermeister im Ehrenamt den Hauptverwaltungsbeamten bei genau diesem repräsentativen Teil. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist wichtig, das hilft bei Terminüberschneidungen und dafür kann man auch einfach mal Danke sagen.
Aber gerade deshalb sollte das Amt hier in Schortens nach meiner Wahrnehmung parteiunabhängig bleiben. Weil es heute nicht zuerst um Partei geht, sondern um Verantwortung für die ganze Stadt.
Haushalt
Meine Haushaltsanalyse für Schortens: Teure politische Entscheidungen; Zeit für Klartext in Schortens
-Kurzsichten stoppen, Schortens zukunftsfähig steuern-
Schortens steckt zwischen seinen wichtigen Pflichtaufgaben: Schulen, Feuerwehr, Straßen/Wege und einem ganzen Paket sehr großer Projekte. Viele Themen liegen seit Jahren auf dem Tisch und wurden immer wieder vertagt. Umlagesprünge, der Verkauf des Abwassernetzes („Silberbesteck der Stadt“; aus meiner fachlichen Wahrnehmung nicht der richtige Weg) und parallele Großbaustellen haben Finanzen und Geduld der Bürger spürbar belastet.
Ja: 2025 gab es einen Überschuss von rund 1,29 Mio. € und der Haushalt 2026 wurde vom Landkreis mit einem kleinen Plus genehmigt. Zwischenzeitlich zeigt sich von einer Partei irre Haushaltszahlen von 2022, die nicht stimmen. Da sollten die Schortenserinnen und Schortenser genau hinschauen.
Aber der Landkreis schreibt selbst: „Die Haushaltssituation ist weiter angespannt, eine dauerhafte Leistungsfähigkeit nur eingeschränkt gegeben.“ Die Schulden könnten bis 2029 von 24,5 Mio. € auf über 40 Mio. € steigen.
Quelle: NWZ, „Haushalt 2026 der Stadt Schortens vom Landkreis genehmigt“
https://www.nwzonline.de/…/haushalt-2026-der-stadt…
Ein Überschuss heute ist also kein Freifahrtschein, sondern ein Warnsignal, sorgsamer zu wirtschaften.
1. Pflicht zuerst (konkrete Beispiele)
• Schulen/Ganztag (6,4 Mio. € + 8,3 Mio. € im Juni zusätzlich eingeplant = 14,7 Mio €, eher ein Anfang als eine Lösung, andere Modelle wären auch denkbar) und Feuerwehr, Straßen- und Wegeunterhaltung sind Kernaufgaben und keine neuen „Schein-Offensiven“, sondern verlässliche, jährlich fortgeschriebene Programme.
Der 4. Bauabschnitt der Grundschule Glarum muss endlich verbindlich geplant und gebaut werden. Beim Thema Grundschulen ist die Stadt durch politische Vertagungen längst nicht mehr „vor der Welle“!
• Innenstadt (Menkestraße–Ladestraße–Bahnhofstraße) und das Bürgerhaus (freiwillig, ca. 18 Mio. €, 13 Mio. € Förderung + erhebliche Vorsteuer-Entlastung) sind wichtig, aber nur mit ehrlichen Kapazitäten, klaren Meilensteinen und Kostenpuffern.
2. Ehrliche Finanzen & Bürger im Blick
• Die Kita-Rückgabe an den Kreis hat die Stadt nur auf dem Papier entlastet. Die stark erhöhte Kreisumlage 2023 hat vieles wieder aufgefressen.
Positiv: 2026 wurde auf 56 Punkte herunterverhandelt, danke an alle, die daran beteiligt waren. Das schafft Spielraum, aber nicht rückwirkend!
• Der Verkauf des Abwassernetzes (ca. 10 Mio. €) hat kurzfristig geholfen, verteuert aber über steigende Gebühren die Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger in Schortens, auch, weil im Tiefbaubereich über viele Jahre Stellen abgebaut oder nicht nachbesetzt wurden.
5 Mio. € für die Wohnungsbaugesellschaft können richtig sein, aber der Gegenwert muss messbar sein: fertige, bezahlbare Wohnungen, keine bloßen Gesellschaftspapiere.
• Entlastungen (z. B. bei der Grundsteuer B) sind grundsätzlich möglich, aber nur, wenn die Mittelfrist 2026–2030 stabil steht und gleichzeitig Leistungen sichtbar besser werden.
3. Umsetzen statt ankündigen
• Fördergelder sind kein Geschenk; es sind Steuergelder. Die Anforderungen und die erhebliche Bürokratie sind bei manchen Programmen extrem hoch und zeitintensiv: „Ready to apply“-Unterlagen, saubere Vergaben und laufendes Bau Controlling fressen Zeit und Personal.
Wenn politischer Druck, öffentliche Erwartung und unklare Prioritäten zusammenkommen, führt das schnell zu Überlastung und am Ende verlieren wir gute Leute.
• Personalbindung gelingt nur, wenn
1. Politik und Verwaltung wieder einen gesunden Abstand mit gegenseitigem Respekt und klaren Zuständigkeiten finden,
2. eine moderne, verlässliche Führungskultur entsteht, die nicht von allen Seiten ausgebremst wird.
• Denkbare Instrumente:
o Ein quartalsweiser (oder anderer regelmäßiger) „Invest Report“, politisch gewollt und verständlich für alle:
Was wurde begonnen? Was ist fertig? Wo stehen Kosten und Nutzen?
o Die Verwaltung braucht Rückendeckung: Spitzen mit externer Projektsteuerung oder anderen Modellen abfangen, Schlüsselstellen entlasten, sonst verlieren wir Know how und Zeit.
Was sich ändern muss (Auszug Beispiele)
• Klare Reihenfolge der großen Projekte.
• Ein Abwasser-Nachverkaufs-Controlling kann Sinn machen.
• Wirkung der 56-Punkte-Umlage in Euro im Haushalt transparent darstellen
• …
Erfolg ist nicht die Zahl der Pressemitteilungen!
Das Bürgermeisteramt in Schortens sollte parteiunabhängig besetzt sein, frei von parteiinternen Rücksichtnahmen und taktischen Spielchen.
Erfolg ist der Tag, an dem ein Pflichtprojekt fristgerecht, im Kostenrahmen und sichtbar nutzbar fertig ist und Bürger die Entlastung auch auf ihrer Rechnung merken.
Wer mehr wissen möchte, Infos zu den Haushalten Schortens sind öffentlich:
https://www.schortens.de/…/haushalte-900000023-20840.html
Vom Wandel zur Chance, moderne, bewährte Versorgungskonzepte für unsere Ortsteile
Die Grundherausforderung löst sich jedoch nicht von selbst, in ländlichen Regionen schließen zunehmend Einzelhandelsgeschäfte, Apotheken und Bankfilialen etc.. Die Folge ist eine wachsende Versorgungslücke vor Ort und auch in Schortens hat dieser schleichende Prozess längst deutlich Fahrt aufgenommen. Das beobachte ich selbst und meine Gespräche in Sillenstede und Accum haben das deutlich bestätigt. Ab November „würde“ ich deshalb regelmäßig mit den Ortsteilvereinen in den Austausch gehen und konkrete Schritte folgen lassen.
Weitere Möglichkeit: Moderne Versorgungskonzepte funktionieren heute nach anderen Parametern als die früher geprüften Ansätze. Große Handelsketten wie Rewe setzen zunehmend auf vollautomatisierte Containereinheiten, die digital gesteuert, mit deutlich geringeren Betriebskosten arbeiten und wirtschaftlich stabil betrieben werden können. Solche Systeme laufen in verschiedenen Regionen bereits zuverlässig und ertragsorientiert. Ich habe ein solches System selbst getestet auch ältere Menschen konnten es problemlos bedienen. Anfangsschwierigkeiten gibt es manchmal, aber sie legen sich schnell. Aus meiner Sicht wäre das ein vernünftiger und realistischer Lösungsweg. Dieses System würde ich mit ins Spiel bringen.
Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend ergänzt. Karsten Töpel



